Verwaltungsgebäude der KVBB und LÄK Brandenburg

Auf einem Baugrundstück an der Pappelallee in Potsdam wurde ein Büro-und Verwaltungsgebäude für die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) und die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) entwickelt. Der Baukörper fasst den Straßenraum der Georg-Herrmann-Allee, in dem er in einer Flucht mit der nördlich anschließenden Bebauung ausgerichtet ist. Davon abgesehen ist er als freistehender Solitär konzipiert, der in einen parkartig gestalteten Außenraum mit altem Baumbestand, eingebettet ist. Der durch zwei geschlossene Innenhöfe und einen, zur Straße geöffneten Eingangshof gegliederte Baukörper zeichnet sich durch seine Kompaktheit aus. Im Erdgeschoss lagert sich ein Konferenzbereich um eine zentrale 2-geschossige Halle, die über eine große „Dachlaterne“ von oben belichtet ist. Ohne den Konferenzbetrieb zu tangieren, gelangen die Mitarbeiter über ein zentrales, dem Haupteingang zugeordnetes Treppenhaus in die Bürogeschosse. Fast raumhohe und jeweils zwei oder drei Ausbauraster breite Fensteröffnungen erzeugen ein großzügiges Fassadenbild, das Ausdruck eines offenen und zeitgemäßen Verwaltungsbetriebs ist. Durch die Verwendung eines hellen Muschelkalks entsteht ein Bild im Geiste der Potsdamer Bautradition. Als quasi abstraktes Bild eines Astwerks vollzieht sich durch das sich geschossweise ändernde Verhältnis von vorne und hinten liegenden Pfeileransichtsflächen ein schrittweiser Übergang von leicht zu schwer. Dieser Logik folgend, wird das Sockelgeschoss flächig ausgebildet und über eine Schattenfuge von den Obergeschossen abgesetzt.
Ort
Pappelallee 5
Potsdam
Jahr der Fertigstellung
2015
Architekten
Arbeitsgemeinschaft Objektplanung Pappelallee (Kleihues+Kleihues und platena+jagusch architekten)

Bauherr
Baugemeinschaft Pappelallee GbR
 
Wettbwerb
2013, (Verhandlungsverfahren)

Nutzung
Büro, Verwaltung, Konferenz
 
BGF
14.849 qm