Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Das heutige Bundesministerium für Arbeit und Soziales wurde im Jahre 2000 als Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im Torso des ehemaligen Reichspropagandaministeriums an der Wilhelmstraße untergebracht. Der 1. Bauabschnitt der Umbau und Erweiterungsmaßnahmen wurde zwischen 1998-2001 realisiert. Er umfasste den denkmalgeschützten Umbau des Haupthauses aus den 30er Jahren inklusive einer begrünten Hofgestaltung, die denkmalgeschützte Umwandlung des Kleisthauses - dem ehemaligen Bankhaus von der Heydt aus dem Jahre 1912 an der Mauerstraße - zu einem Besucherzentrum sowie die Erweiterung um eine großzügige, glasgedeckten Halle, die als Entree die zentrale Erschließungsfunktion für das gesamte Bauensemble wahrnimmt. Die ausgearbeitete Süderweiterung wurde zwischen 2004 und 2008 realisiert und umfasste die Bebauung der Grundstücke zwischen dem Haupthaus an der Wilhelmstraße und der Ritterschaftsbank am heutigen Zietenplatz sowie der Baulücke zwischen der Ritterschaft und der Thüringischen Landesvertretung an der Mohrenstraße. Der Entwurf der Neubauten gründet auf der Filtrierung klassizistischer Elemente dieser unterschiedlichen Architekturepochen auf eine die Geschichte des Ortes respektierende und reflektierende moderne Architektur. Die neuen Baukörper binden das denkmalgeschützte Haus der ehemaligen Ritterschaftsbank im Neorenaissancestil von 1895 ein, dessen Sanierung und Modernisierung ebenfalls mit der Süderweiterung verbunden war.
Ort
Wilhelmstraße 49
Berlin
Jahr der Fertigstellung
2008
Architekt
Prof. Josef P. Kleihues mit Norbert Hensel

Bauherr
Bundesrepublik Deutschland  

Planungsleistung
Generalplanung sowie Lph 1-9

Nutzung
1. Dienstsitz des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung (Umbau und Modernisierung des Bestandes sowie Neubau)  

Planungsbeginn
1996 (Bewerberverfahren)

Realisierung
08.1997 - 07.2008 (in 2 BA)

BGF
50.600 m2

Baukosten
90 Mio. €