Sofitel Hotel

Für ein Baugrundstück an der Augsburger Straße in Berlin, am Schnittpunkt von Kurfürstendamm und Joachimstaler Straße, war ein 5 Sterne Plus Hotel zu entwickeln. Das Grundstück weist eine konträre städtebauliche Situation auf: Einerseits ist das Gebiet durch die für Berlin typische Blockrandbebauung mit einer Traufhöhe von 22,5 m geprägt, andererseits durch die um den Joachimstaler Platz gruppierten, solitärartig aus dem Block wachsenden, hohen Baukörper des Allianzgebäudes, des Viktoriaareals und des Swisshôtels. Das Äußere des Neubaus bringt diese Diskrepanz in ein kompositorisches Gleichgewicht: Der Entwurf reagiert auf die beiden gegensätzlichen Größen mit der Weiterführung des Blockes, als dessen Bestandteil sich der Bau versteht, und der auf die Gebäudespitze bezogenen Symmetrie, die dem Baukörper eine seiner Größe angemessenen Eigenständigkeit verleiht. Die skulpturale Eigendynamik des Gebäudes entwickelt sich innerhalb dieses „Korsetts“ des Blockes und der durch die Solitärbauten vorgegebenen Gesamthöhe. Der gleichmäßige Rhythmus der Fassaden unterstreicht die skulpturale Wirkung des Baukörpers. Wie Höhenlinien umfahren die profilierten Brüstungsbänder das Gebäude. Das Thema der horizontalen Brüstungsbänder wird innen wieder aufgenommen und als einzelnes Band in den öffentlichen Bereichen weitergeführt, um sich schließlich als räumliches, dreidimensionales Mäander in Teilen der Möbel aufzulösen.
Ort
Augsburger Straße 41
Berlin
Jahr der Fertigstellung
2005
Architekt
Jan Kleihues

Bauherr
Grothe Immobilien Projektierungs KG  

Planungsleistung
Lph 1-8; Hochbau und Interior

Nutzung
5 Sterne Hotel mit 311 Zimmern, Bankettsaal, Konferenzräumen, Restaurant, Wellnessbereich, Bar sowie Büroflächen, Wohneinheiten, Läden und Tiefgarage,

Planungsbeginn
1999

Realisierung
11.2002 bis 10.2005

BGF
45.000 m2

Baukosten
67,5 Mio. €