Pergamonmuseum Berlin Grundinstandsetzung und Ergänzung

Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum wurde in den Jahren 1910 bis 1930 nach Plänen von A. Messel und L. Hoffmann erbaut. Weltweit einzigartige Großarchitekturen ( z.B. das Ischtartor, der Pergamonaltar) sind räumlich hervorragend in die Museumsarchitektur integriert. Das Museum wurde jedoch nie vollendet. Bis 2025 soll nun nach dem Entwurf von Prof. O.M. Ungers eine umfassende Grundinstandsetzung und Ergänzung des Pergamonmuseums realisiert werden. Neben dem schlechten Zustand der Bausubstanz und einer unzureichenden technischen Ausstattung gibt es dafür auch konzeptionelle Gründe. Hier sollen die Sammlungen der einst geteilten Stadt mit den Großarchitekturen des ägyptischen Museums, die derzeit noch in Charlottenburg gezeigt werden, zu einem großen Panorama der Weltarchitektur zusammengeführt werden. Geplant ist eine grundlegende Neuordnung der Sammlungen des Museums. Durch die Realisierung des bereits von Messel geplanten, jedoch nie fertiggestellten vierten Flügels als Verbindungsbau zwischen Nord- und Südflügel wird ein Hauptrundgang geschaffen, der sämtliche Großarchitekturen des Pergamonmuseums in annähernd chronologischer Reihenfolge präsentiert. Nach dem ursprünglichen Entwurfsgedanken Alfred Messels wird die Idee des Museumsforums wiederbelebt und weiterentwickelt. Es entsteht ein städtischer Raum, von dem aus alle drei Museen sowie Museumscafe, Restaurant und Museumspädagogik erschlossen werden, mit offenen Durchgängen zu Kolonnadenhof und Stadtbahnbögen. Die Werkgemeinschaft Pergamonmuseum wird den Entwurf von Prof. O.M. Ungers sowohl in der Ausführungs-, Detailplanung als auch in der Objektüberwachung realisieren.
Ort
Bodestraße 1-3
Berlin
Jahr der Fertigstellung
2025
Architekt Planung
 O. M. Ungers

Architekt Ausführung
Werkgemeinschaft Pergamon, Kleihues + Kleihues und BAL

Bauherr
Stiftung Preussischer Kulturbesitz, Staatliche Museen zu Berlin  

Realisierung in zwei Bauabschnitten
2012-2025

BGF
59.200 m²