Saarpolygon

Das Saarpolygon ist ein Symbol für den tief greifenden Wandel, den die saarländische Industrieregion mit der Einstellung des Kohlebergbaus 2012 erlebt: Sie verweist auf die über 250-jährige Tradition des saarländischen Kohlebergbaus und der mit ihm verbundenen Stahl- und Energieindustrie. Zugleich ist sie als ein Symbol der Zukunft zu verstehen, das neue Perspektiven eröffnet.

Als begehbare Großskulptur aus Stahl von fast 30m Höhe bildet sie die Krone der Halde, die gleichermaßen aus der Nähe, als Ausflugsziel und Aussichtsplattform in das umgebende Saartal, wie aus der Distanz, als weithin sichtbares Zeichen, erlebt werden kann – sowohl tagsüber, wie auch bei Dunkelheit, wenn die Figur von innen heraus leuchtet. In ihrer skulpturalen Form und auf Grund ihrer Konstruktion und Materialität erinnert sie an die Industriearchitektur, ohne diese zu kopieren.

Das Thema des Wandels, der Veränderung prägt die Gestalt der Landmarke: so verändert sich ihre Erscheinung mit der Veränderung des Standorts und mit der Tageszeit. Ob man sie im Tal weiträumig umfährt, oder um sie auf dem Weg zum und auf dem Haldenplateau herumgeht: je nach der Blickrichtung erscheint eine andere, neue Figur, die vielfältig interpretiert werden kann: Vom Hauptzugang auf das Plateau erscheint sie dem sich nähernden Besucher als Tor (zur Zukunft); beim Umwandern am Rande des Plateaus beginnen die Füße sich zu kreuzen und bilden in der Ansicht eine Verschränkung, die an das Bergmannssymbol "Schlägel und Eisen" erinnert; aus wieder anderer Perspektive erkennt man eine Figur, die wie ein Förderturm erscheint
Ort
Halde Duhamel
Ensdorf
Jahr der Fertigstellung
2016
Architekt
Pfeiffer Sachse Architekten