Räumliches Bildungszentrum

Ausgestattet mit dem Schalterklassiker LS 990 in Alpinweiß sowie KNX Sensorik.

Wenn Architektur Schule macht
Als bebaute Umwelt gibt Architektur räumliche Strukturen vor und nimmt so direkt oder indirekt Einfluss auf Menschen. Denn Architektur wird nicht nur rezipiert oder künstlerisch diskutiert, sondern vor allem gebraucht. Als Gebrauchswerk sollte sie die Bedürfnisse der Nutzer nicht nur registrieren, sondern auf sie eingehen. Überzeugend gelingt dies dem Neubau des räumlichen Bildungszentrums Biberach.

Schon durch sein Äußeres fällt das Bildungszentrum Biberach – Heimstatt von Realschule und Ganztagesbereich – von weitem auf. Die Fassade präsentiert sich in farbig schimmernden Orange- und Grüntönen und wechselt je nach Standort des Betrachters ihre Farbe, wodurch ein Eindruck von Plastizität entsteht.  Dieser wird durch die Anordnung der Fenster, Brüstungen und Sonnenschutzelemente in unterschiedlichen Ebenen verstärkt. Auf diese Weise scheint das Gebäude „lebendig“.

Im Gegensatz zur farbigen Fassade stehen im Gebäude die Materialien mit ihren speziellen Eigenschaften und Strukturen im Vordergrund. So verkörpern Beton, Asphalt, Stahl oder Holz Echtheit und Authentizität. Dieses Konzept unterstützt auch die Elektroinstallation von JUNG im Design des Schalterklassikers LS 990 in Alpinweiß. Zum anderen zeugen die ausgesuchten, wertigen Werkstoffe aber auch von einer hohen Wertschätzung gegenüber den Schülern und Lehrern. Diese spiegelt sich auch in der Entscheidung, eine intelligente KNX-Haustechnik von JUNG zu installieren, wider. Denn ebenso wie die Architektur, geht diese auf die individuellen Bedürfnisse der Benutzer ein.

Die Schulräume sind um die viergeschossige Halle angeordnet. Organisch geschwungene Galerien dienen als zusätzliche Gruppen-Lernbereiche. Diese kluge Anordnung ermöglicht aktuelle pädagogische Konzepte. Die Belichtung erfolgt über verglaste Sheddächer.
Über eine interne Verbindung sind die Realschule und das Ganztagszentrum verbunden. Im Erdgeschoss des Ganztageszentrums befinden sich die Mensa und die Aula. Im ersten Obergeschoss ist die Mediothek, im zweiten Obergeschoss sind  die Musikübungsräume untergebracht.

Im Gegensatz zur Schule ist die Fassade der Sporthalle mit einer Größe von rund 4000 qm eher zurückhaltend gestaltet. Die Ausschnitte im Eingangs- und Galeriebereich sorgen für ausreichend Tageslichteinfall. Insgesamt überzeugt der Neubau des Bildungszentrums durch Weitsichtigkeit. Denn selten geht wohl ein Schulgebäude so explizit und konsequent auf die Bedürfnisse seiner Nutzer ein. 
Ort
Biberach
Bauherr
Stadt Biberach an der Riss

Architekt
Lanz-Schwager Architekten BDA
Konstanz

Installateur
Schlagenhauf GmbH
Ellwangen (Jagst)

Planung
Miller+Stucke GmbH
Tettnang