Betr.: "Gebaut wird nicht" und "Europan"


Letzte Woche hatten wir den Verzicht auf den Bau des ThyssenKrupp-Hauses in Berlin vermeldet und wurden deswegen darauf aufmerksam gemacht, dass ThyssenKrupp auf die entsprechende Meldung am 1. März in der Berliner Zeitung mit einer Stellungnahme reagiert hat. Darin heißt es: "Die Darstellung, dass der ThyssenKrupp Konzern nicht vor dem Staatsratsgebäude baut, ist nicht korrekt. ThyssenKrupp hat hierzu noch keine Entscheidung getroffen." Der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Florian Mausbach, hatte aber darauf beharrt, dass ihm der Verzicht von Berthold Beitz, dem Ehrenvorsitzenden des ThyssenKrupp Aufsichtsrats, mitgeteilt worden sei, wie die Berliner Zeitung berichtete.
Ausführlich kommentiert die DBZ den nach außen hin verworrenen Stand der Dinge – und sieht sich in ihrer bereits zuvor geäußerten kritischen Haltung bestätigt. Man bekomme den Eindruck, "hier solle etwas unter den Teppich gekehrt werden." In der aktuellen Print-Ausgabe der DBZ werden auch die Architekten angegriffen, die am Wettbewerbe teilgenommen hatten: "Die Veräußerung öffentlichen Raums an einen Wirtschaftskonzern zu solch undurchsichtigen Bedingungen (...) sollte durch eine Wettbewerbsteilnahme nicht legitimiert werden." Plattformnachwuchsarchitekten.de ist hingegen der Auffassung, die Wettbewerbssieger Schweger & Partner Architekten hätten immerhin "das Beste aus der Wettbewerbsauslobung von ThyssenKrupp gemacht." Man darf auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein.
Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hatte die Ausstellung über den Europan-Wettbewerb, über den wir letzte Woche berichteten, wie folgt angekündigt: "Die Ausstellung zeigt die Projekte für die fünf deutschen Standorte und den polnischen Standort sowie die prämierten Entwürfe deutscher Wettbewerbsteilnehmer im Ausland. Es ist die einzige Präsentation der Europan-Wettbewerbs-Ergebnisse in Deutschland." Dies stelle Ulrike Poeverlein, Geschäftsführende von "Europan – Gesellschaft zur Förderung von Architektur und Städtebau e.V." richtig: "Unsere Ausstellung ist eine Wanderausstellung, sie ist zur Zeit in Düsseldorf und parallel in Dresden an der TU zu sehen, ab 21. März 2012 gibt es eine Ausstellung in Ibbenbüren, ab 28. März 2012 in Wittstock. Die anderen Standorte planen ebenfalls Ausstellungen, Ingolstadt beispielsweise zusammen mit der Öffnung des Bayernoil-Areals an den Wochenenden.
Die Gesamt-Ausstellung wird ab dann ab 24. April für 3 Wochen im ArchitekturSalon in Hamburg zu sehen sein, ab 8. Mai wird sie in der Obersten Baubehörde in München gezeigt. Weitere Stationen sind geplant: Köln, Leipzig, Dortmund."


