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Deutschland, Europa und die Welt

Simone Hübener | 11.01.2012 | Personen, Preise, Pointen
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Der letzte Stahlbaupreis ging an das Cape Town Stadium in Greenpoint, Südafrika von gmp von Gerkan, Marg und Partner in Zusammenarbeit mit schlaich bergermann und partner sbp (Bild: gmp architekten/ Bruce Sutherland)
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In der großen Aktionshalle der Kita auf dem Luo-Campus in Darmstadt können sich die kleinen Kinder austoben und ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. (Bild: Architekten)
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Seine ursprüngliche Nutzung als Bürogebäude kann und will das heutige Wohnhochhaus Lyonerstraße nicht leugnen. (Bild: Jean-Luc Valentin)

Nach einer mehr oder weniger langen arbeitsfreien Zeit dürfte nun wieder genug Energie vorhanden sein, um sich für einen Wettbewerb, eine finanzielle Unterstützung der eigenen Arbeit oder einen Preis zu bewerben. Bereits in drei Wochen, am 31. Januar 2012, endet die Frist für das Künstlerförderprogramm des Instituts für Auslandsbeziehungen. Damit werden Arbeitsaufenthalte und Reisen verschiedener Künstler, darunter auch Architekten und Designer, finanziell unterstützt. Auch deutsche Bewerber können Reisekostenzuschüsse beantragen, um "Kontakte in Entwicklungs- und Transformationsländer herzustellen."
Den Stress zum Ende des laufenden Wintersemesters können all jene Studenten, die am Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2012 teilnehmen möchten, noch getrost vorbeigehen lassen. Denn erst bis zum 2. April müssen die Unterlagen für den mit 8.000 Euro dotierten Preis bei den Auslobern, namentlich dem bauforumstahl, dem Deutschen Stahlbau-Verband DSTV und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), eingegangen sein. Der Anmeldeschluss wurde allerdings bereits auf den 12. März 2012 datiert. Prämiert werden "fortschrittliche und zukunftsweisende Lösungen und Entwürfe mit Stahlkonstruktionen im Hoch- und Brückenbau, die seit 2009 an Hochschulen erarbeitet wurden." Alle bereits fertig ausgebildeten Architekten und Ingenieure lädt der Preis des Deutschen Stahlbaues 2012 und der Sonderpreis des BMVBS zum Mitmachen ein. Stichtag ist hier der 26. März 2012, gesucht wird "eine architektonische Leistung im Hoch- und Brückenbau, einschließlich aller Formen des Bauens im Bestand, bei der die Möglichkeiten des Stahls in besonders guter Weise genutzt werden."
Eine Premiere feiert in diesem Jahr der Bundespreis Ecodesign, der vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt in den drei Kategorien Produkt, Konzept und Nachwuchs ausgelobt und im Herbst 2012 das erste Mal vergeben wird. Wichtig ist, dass den Produkten auch Dienstleistungen zuzuordnen sind, die allerdings auf dem deutschen Markt erhältlich sein müssen. Dieser Preis ist angesichts der immer knapper werdenden Ressourcen auf unserem Planeten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltig lebenden und wirtschaftenden Gesellschaft. Ihm ist viel Erfolg und den Teilnehmern sind gute Ideen zu wünschen. Die genauen Fristen finden Sie hier.
Gratulieren möchten wir all jenen, die Ende des vergangenen und Anfang des neuen Jahres bereits einen Preis gewonnen haben. So wurden am 15. Dezember 2011 die Ergebnisse des Europan 11 bekanntgegeben, der dieses Mal nach der richtigen Architektur für nachhaltige Städte gefragt hatte. 1.826 Einsendungen waren bei den Auslobern eingegangen, wovon am Ende insgesamt 95 Preisträger (41 Gewinner und 54 Zweitplatzierte) und 54 Auszeichnungen prämiert wurden – das sind stolze Zahlen, die den Ideenreichtum der europäischen Studenten belegen. In Deutschland war der Wettbewerb für fünf Standorte ausgelobt worden (Wittstock/ Dosse, Ibbenbüren, Selb, Würzburg und Ingolstadt), 177 Vorschläge lagen der Jury dafür am Ende vor. Bemerkenswert ist auch, dass fast die Hälfte der Siegerteams (43 %) nicht in ihrem Heimatland, sondern während des Aufenthalts in einem anderen Land am Europan 11 teilgenommen hat. Eine komplette Liste der ausgewählten Teams finden Sie als pdf-Datei unter diesem Link, wer sich für das Protokoll der deutsch-polnischen Jurysitzung interessiert, findet dieses ebenfalls als pdf-Datei hier.
Unter dem Titel "Zusammen gebaut für Kinder und Jugendliche" hatte die Landesinitiative "Baukultur in Hessen" zum zweiten Mal einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem Gebäude und Freiräume ausgezeichnet werden, die als gemeinschaftliche Planung von Bauherren, Trägern von Einrichtungen und Baufachleuten, Jugendlichen, Kindern, Pädagogen und Eltern entstanden sind. Immerhin 72 Beiträge – der Wettbewerb war auf Hessen begrenzt – hatte die Jury zu beurteilen und daraus sechs Auszeichnungen, vier Anerkennungen und 16 weitere Projekte zu wählen. Zu den Preisträgern zählt auch die Kita auf dem Luo-Campus in Darmstadt, die wir Ihnen Ende vergangenen Jahres als Bau der Woche vorgestellt haben.
Das Motto des Deutschen Bauherrenpreises 2011/2012 dürfte das Ziel aller Bauherren sein: "Hohe Qualität – Tragbare Kosten". Eine Selbstverständlichkeit ist es allerdings leider noch immer nicht. Deshalb ist es umso wichtiger, dass es einen solchen Preis gibt. Verliehen wird er in den Kategorien Modernisierung mit dem Sonderpreis "Denkmalschutz im Wohnungsbau" und Neubau, ebenfalls mit einem Sonderpreis für die "Freiraumgestaltung im Wohnungsbau". Bei allem steht die Rolle des Bauherrn im Mittelpunkt, der mit seinen Entscheidungen das Ergebnis ganz wesentlich mitbestimmt. Zehn Gebäude erhielten in diesem Jahr in der Kategorie Modernisierung einen Preis, weitere zehn eine besondere Anerkennung. Zusätzlich wurde zweimal der Sonderpreis "Denkmalschutz im Wohnungsbau" vergeben. Eines der Häuser, die eine Anerkennung erhalten haben, finden Sie ebenfalls im Archiv des Baus der Woche. Der Neubaupreis wird am 21. Februar in Berlin verliehen, die Preisträger erst dann bekanntgegeben.
Nicht mehr ganz so offen ist das Ergebnis des Häuser-Awards 2012, denn die 20 Einfamilienhäuser, die es in die Endauswahl geschafft haben, stehen mittlerweile fest. In einer Online-Abstimmung können Sie nun Ihren Favoriten wählen. Viel Spaß beim Anschauen der Bildstrecken.

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