• Über
    • Büroprofile
    • Werbung
    • Presse
    • AGB
  • Kontakt
  • eMagazines
  • Sprachen
    • Deutsch
    • English
  • Benutzerkonto
    • Anmelden
    • Registrieren
    • Passwort vergessen?
german-architects.com
eMagazin
    • Home
      • World-Architects.com
      • Plattformen national/regional
    • Büroprofile
      • Architekten
      • Innenarchitekten
      • Landschaftsarchitekten
      • Ingenieure
      • Lichtplaner
      • Architekturfotografen
    • Hersteller
      • Hersteller A-Z
      • "Praxis" Artikel
      • Projekt Fokus
    • Projekte
    • Bau der Woche
      • Aktuell
      • Archiv
    • Jobs
      • Offene Stellen
      • Stellengesuche
      • Stellenanzeige publizieren
    • Agenda
      • Veranstaltungen
      • Ausstellungen
      • Vorträge + Diskussionen
      • Bildung
      • Wettbewerbe
      • Messen + Konferenzen
      • Reisen + Exkursionen
    • eMagazin
      • Aktuelle Ausgabe
      • Archiv
      • Impressum
      • Abonnieren
      • Intl. Ausgabe (engl.)

Kommunikatives Raumkontinuum

Peter Petz | 27.06.2012

behet bondzio lin gewinnen den Wettbewerb um den Neubau des Lehrgebäudes für Recht und Wirtschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Tim Kossel stellt sich unseren Fragen zum Wettbewerb.

Blick auf den neuen Eingang
Blick auf den neuen Eingang

Welche Bedeutung hat der Wettbewerb für die Justus-Liebig-Universität Gießen?
Die momentan bestehende Unterversorgung mit Unterrichtsräumen und die zu erwartende Verschärfung dieses Zustandes durch die doppelten Abiturjahrgänge wird mit Errichtung des Neubaus dauerhaft behoben. Zudem wird durch die Positionierung des neuen Baukörpers die Präsenz des Campus Rechts- und Wirtschaftswissenschaften im öffentlichen Raum der Stadt Gießen gestärkt.

Lageplan
Lageplan

Wie haben Sie auf den Kontext reagiert?
Der bauliche Kontext stellt sich im Bezug auf Typologie und Materialität sehr heterogen dar und ist im Wesentlichen durch zwei prägnante Zeitschichten definiert. Zum einen das Gebäudeensemble der denkmalgeschützten, ehemaligen Provinzialsiechenanstalt aus dem 19.Jahrhundert und zum anderen durch einen universitären Erweiterungsbau aus den 1970er Jahren ohne nennenswerte Bezüge zum Bestand. Wir plädieren für einen möglichst zwanglosen Umgang mit der vorgefunden baulichen Situation, indem wir mit unserem Konzept eine neue architektonische Zeitschicht selbstbewusst und deutlich ablesbar formulieren. Gleichwohl wird durch Aufnahme von Geschossigkeit und Materialität eine Einfügung in den Kontext erzielt. Auf städtebaulicher Ebene werden vorhandene räumliche Bezüge gestärkt. So bildet der Neubau zusammen mit den Bestandsbauten nach Süden hin einen großzügigen Vorplatz aus. Dieser wird zum zentralen Bereich des Ankommens und Verweilens auf dem Campus.

Neubau+Erweiterungsbau, Erschließung
Neubau+Erweiterungsbau, Erschließung

Wie organisieren Sie das Lehrgebäude Recht und Wirtschaft?
Im Inneren wird die bestehende Raumstruktur des Bibliotheks- und Hörsaalgebäudes aus den 1970er Jahren aufgenommen und in die Struktur des Neubaus überführt. Die im Rahmen der Auslobung geforderte Anbindung an den Bestand erfolgt durch direktes Anbauen an den östlichen Gebäudeteil. Die durchgängige Erschließungsfläche des Bestandsbaus wird dabei im UG und EG niveaugleich und barrierefrei an die Erschließungsflächen des Neubaus angeschlossen.
Der kompakte Baukörper wird durch das räumliche Ineinandergreifen des zentralen Lichthofs in den beiden Obergeschossen und des zweigeschossigen Eingangsfoyers gegliedert. Die hierdurch räumlich geprägten horizontalen und vertikalen Erschließungszonen, wie die zentrale Treppenanlage, zeichnen sich durch ein hohes Maß an Orientierbarkeit aus und fördern die Begegnung und Kommunikation.
Die Seminarräume organisieren sich in den beiden oberen Geschossen um eine ringförmige, den Lichthof umschließende Verkehrsfläche und wenden sich mit großzügigen Öffnungen der Umgebung zu. Der vom Foyer aus über die offene zentrale Treppe erschlossene große Hörsaal bietet unter Ausnutzung des natürlichen Geländeverlaufes eine zweiseitig natürliche Belichtung. Die Erweiterungsfläche der Cafeteria wird zentral, aber dennoch unbeeinträchtigt von den Hauptverkehrsströmen angeordnet.

Untergeschoss, Schnitt
Untergeschoss, Schnitt
Erdgeschoss, Schnitte
Erdgeschoss, Schnitte

Welches architektonische Thema war Ihnen besonders wichtig?
Zentrales Thema unseres Entwurfes ist die Schaffung eines „kommunikativen Raumkontinuums“ im Inneren des Gebäudes. Dieses erreichen wir durch Ausbildung eines Foyerbereiches, der differenzierte Sichtbezüge über alle vier Hauptgeschosse schafft.

Obergeschoss, Ansicht Süd
Obergeschoss, Ansicht Süd

Welche Materialstrategie schlagen Sie vor?
Im Allgemeinen sieht unser Konzept einen reduzierten Materialkanon vor. Die äußere Gestalt des Gebäudes wird, in Anlehnung an den Bestand, durch Betonfertigteile und großzügige Glasflächen bestimmt. Für den Innenraum sind neben sichtbaren Betondecken, weiß verputzte Wände und Linoleumböden in einem dunklen Farbton vorgesehen. Akzente ergeben sich durch einzelne Holzeinbauten.

Detail
Detail

Gibt es schon einen geplanten Fertigstellungstermin?
Im Nachgang zum Wettbewerbsverfahren wurden die Preisträger, im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens, zur Überarbeitung Ihrer Entwürfe aufgefordert. Nach Abschluss dieses Verfahrens ist von einer zeitnahen Beauftragung auszugehen. Derzeit wird ein Fertigstellungtermin im August 2014 anvisiert.

Modell (Foto: ANP, Kassel)
Modell (Foto: ANP, Kassel)


Die komplette Wettbewerbsdokumentation finden Sie in
wa 06/2012

Neubau Lehrgebäude Recht und Wirtschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen
Begrenzt offener Wettbewerb mit Bewerbungsverfahren

Jury
Monika Weber-Pahl, Vors.
Monika Bader
Manfred Balg
Friedhelm Dorndorf
Prof. Dr. Martin Gutzeit
Prof. Dr. Joybrato Mukherjee
Prof. Thomas Meurer
Prof. Alexander Reichel
Gerda Weigel-Greilich

1. Preis
behet bondzio lin
Münster

2. Preis
Michel + Wolf + Partner
Stuttgart

3. Preis
Bez + Kock
Stuttgart

4. Preis
Atelier 30
Kassel

5. Preis
Dierks Blume Nasedy
Darmstadt

German - eMagazin
TYIN tegnestue Architects: Cassa Co-op Training Centre, Sungai Penuh, Kerinchi, Sumatra, Indonesien, 2011 (Bild: Pasi Aalto\pasiaalto.com)
Sozial Bauen ist mehr als Bauen
Personen, Preise, Pointen
Film der Woche
Der EZB-Neubau in Frankfurt
Norbert Huse (1941-2013)
Der Historiker als Verteidiger der Moderne. ub
Böse Dinge
Eine Ausstellung in Hamburg zeigt alte und neue Geschmacksverirrungen. ch
Pädagogik und Architektur
Zwei Welten, die immer mehr zusammenfinden. sh
Praxis
Zusammenführen
Präsentiert
Bau der Woche
Podest
Stadt im Kleinen