Hotel Magdas der Caritas Österreich

Bunter Kultur- und Stilmix – Über 13 Millionen Touristen zieht es pro Jahr nach Wien. Entsprechend groß ist die Auswahl an Pensionen und Hotels – von einfachen 1*-Unterkünften bis zum noblen 5*-Haus ist für jeden etwas dabei. Unter allen ist das Magdas Hotel etwas ganz Besonderes – zum Übernachten und Erleben. Das ehemalige Seniorenheim beherbergt heute nicht nur ein frisches Hotel, sondern auch einen Lehrbetrieb für junge Flüchtlinge, die hier ihre ersten Schritte im Gastgewerbe machen. Träger ist die Österreichische Caritas. Russisch, Persisch, Portugisisch, Spanisch, Französisch, Englisch oder Arabisch – welches Hotel der Welt kann schon mit solch einer Sprachvielfalt des Personals aufwarten? Die derzeit 20 jungen Asylbewerber kommen aus 16 Nationen und werden von erfahrenen Hotel- und Gastroprofis angeleitet. Für weitere 25 minderjährige Flüchtlinge ist das Hotel eine vorrübergehende Bleibe und zugleich eine potentielle Lehrstelle.

Die Caritas geht damit neue Wege: „Das Magdas versteht sich als Social-Business“, erklärt der Hotelmanager Sebastiaan de Vos. „Das heißt, hier steht die Lösung von sozialen und ökonomischen Problemen mit unternehmerischen Mitteln im Vordergrund – nicht die Maximierung von Profit.“ Dieser Maxime trägt auch die erfrischend unkonventionelle Architektur Rechnung, für die das Wiener Büro AllesWirdGut Architekten verantwortlich zeichnet. Mit möglichst wenig finanziellen Mitteln sollte das Seniorenheim im 60er Jahre Schick in ein konkurrenzfähiges ansprechendes Hotel verwandelt werden. 1,5 Mio. Euro wurden investiert. Weitere 57.000 Euro kamen durch Crowdfunding zusammen: Angestellte, Nachbarn, Facebook-Freunde und Studenten der nahen Akademie der bildenden Künste halfen, das Haus auszuräumen, zu renovieren und neu einzurichten – auch zahlreiche Unternehmen unterstützten das Projekt. Statt einer rigorosen Rundumerneuerung, erhielt das Gebäude auf diesem Weg ein liebevolles Erscheinungsbild – Innen und Außen. Der ehemalige Speisesaal im Erdgeschoss ist heute Eingangsbereich und Lobby für die Gäste, Bar und Restaurant für Besucher sowie Wohnzimmer für die jungen Flüchtlinge. Sie bewohnen im Hotel zwei eigenständige WGs.

Insgesamt bietet das Magdas auf drei Stockwerken 78 Zimmer in 5 Kategorien an. Dabei überrascht jeder Raum mit individuellem Charme. Denn nicht nur bei der Finanzierung, auch in der Gestaltung waren alle Beteiligten gefordert, kreative Lösungen zu finden. „Wir mussten oft improvisieren und mit dem arbeiten, was da war“, erklärt Herwig Spiegel, Generalplaner bei AllesWirdGut Architekten. „So kam beispielsweise Mobiliar aus Caritas Beständen und Hotelauflösungen zum Einsatz, außerdem private Spenden und schräge Fundstücke. Unser Gestaltungskonzept setzt auf Schlichtheit und Eleganz, dezent stimmige Farben und Vintage-Chic. Nahezu jedes Stück ist handverlesen.“

So trifft Vorhandenes auf Gefundenes, wird gemixt und neu interpretiert: Alte Sperrholzschränke wurden in schicke Schreibtische verwandelt. Zersägte Stühle wachsen aus der Wand und dienen als Nachttisch. Die „Wandtrophäen“ im so genannten Jägerzimmer entpuppen sich als Garderobe aus alten Fahrradsätteln und -lenkern. Ausrangierte Zug-Gepäckablagen bilden Regale, bunt bemalte Wände sind kombiniert mit neuen Teppichen und Gardinen. Betten, Matratzen und Bettzeug sind natürlich neu, genauso wie Duschen und Toiletten. Wände, Stoffe und der Bodenbelag sind harmonisch aufeinander abgestimmt und geben jedem Raum einen passenden Rahmen.

In den Appartements und Suiten entschieden sich die Architekten für hellgraues DLW Linoleum. 500 m2 des unifarbenen Belags aus der Reihe Uni Walton von DLW Flooring wurden im Magdas Hotel verlegt. Der Farbton warm concrete grey fügt sich harmonisch in das Raumkonzept ein und bereitet dem markanten und außergewöhnlichen Interieur eine passende Bühne. Doch Linoleum überzeugt nicht nur optisch: Der umweltfreundliche Bodenbelag wird nach wie vor aus natürlichen und überwiegend nachwachsenden Rohstoffen wie Leinöl, Naturharzen, Holzmehl, Kork und Jute hergestellt. DLW Linoleum ist frei von gesundheitsschädigenden Emissionen und weist eine hervorragende CO2-Bilanz auf – ideal also für ein gesundes Raumklima. Das bestätigen verschiedene Ökolabels wie etwa der „Blaue Engel“. Nicht zuletzt punktet der natürliche Bodenbelag auch in funktioneller Hinsicht. Gerade im Hotelbetrieb ist die hohe Verschleißfestigkeit von Linoleum von großer Bedeutung, ebenso lange Lebensdauer, schnelle und unkomplizierte Reinigung sowie hervorragende hygienische Qualitäten. Linoleum kann fugendicht verlegt werden und bringt bereits von Natur aus antibakterielle Eigenschaften mit. Darüber hinaus ist es fußwarm, rutschhemmend und bietet dadurch einen hohen Gehkomfort. 
Ort
Wien
2015
Kompetenz DLW Flooring

Tags
Hospitality, Hotels + Hostels + Guest Houses