Hauptbeitrag

Die dritte Stadtzerstörung

Hauptbeitrag10. November 2010
Von: Ursula Baus
Drei große Stadtzerstörer suchten die Menschheit heim: Das Feuer, der Krieg – und im 20. Jahrhundert das Auto. Eine radikale Kehrtwende in der Verkehrspolitik, mit der die Städte als Wohn- und Arbeitsorte gerettet werden können, ist das Mindeste, was in europäischen Wohlstandsstaaten eingefordert werden kann. Dringender steht eine Revision der gesamten Mobilität an – der Transport von Menschen und Gütern von hier nach da folgt keinem Naturgesetz, sondern ist ein steuerbarer Prozess. Ursula Baus wirft einen Blick auf absurde Szenarien des "weiter so".

Hochschulgeschichten

Hauptbeitrag 3. November 2010
Von: Ursula Baus, Simone Hübner
Just hat das Wintersemester begonnen. Wir hören und lesen Epiloge zum Diplom und vom Bauchweh nach dem unbekömmlichen Beginn von Bachelor- und Masterstudium. Oder von faulen Studenten, die gerade mal 26 Stunden in der Woche lernen, und von Hochschulen, an denen vorne und hinten das Geld fehlt, um eine anständige Lehre, geschweige denn Forschung zu gewährleisten. Die Politik faselt von Exzellenz, Hochschullehrer beklagen ein schauderhaftes Bildungsniveau, akademische Würden werden zur Farce. Ursula Baus und Simone Hübener machten sich kundig – und wurden fündig.

Die Tiefen des Raums

Hauptbeitrag27. Oktober 2010
Von: Christian Holl
Die Diskussion um einen Spatial Turn währt nun schon eine Weile. Sie könnte auch von Städtebauern und Architekten fruchtbar genutzt werden, vorausgesetzt, dass sie mit den verschiedenen Raumbegriffen umgehen können. Die Redaktion von german-architects.com stellt sie vor und zur Diskussion. Den Auftakt macht Christian Holl

Karton als Baustoff der Zukunft

Hauptbeitrag20. Oktober 2010
Von: Felix Ackerknecht
Karton ist aus dem Alltag der Aufbewahrung nicht mehr wegzudenken: Polstergruppe, iPhone und Milch kommen in Karton eingehaust zu uns. Was für unsere Konsumgüter gut ist, das kann für uns selbst nur recht sein – und tatsächlich ist Karton in der Architektur präsent. Der Baustoff Karton ist der jungen Architektin Özlem Ayan sowohl bei bisherigen Bauten wie auch als neue Bauweise im Wohnungsbau bestens vertraut, sie erforscht ihn mit einer Doktorarbeit an der ETH Zürich.

Was plant die Planung?

Hauptbeitrag13. Oktober 2010
Von: Christian Holl
2010 ist bislang aus der Sicht des Städtebaus, der Stadt- und Raumplanung ein ereignisreiches Jahr, eines der intensiven Debatten gewesen. Eines der aufschlussreichen Erkenntnisse, aber auch eines der nicht immer erfreulichen Entwicklungen. Eine vorläufige Bilanz der Ereignisse, der Ergebnisse und der Diskussionen des Jahres ist auch ein Ausblick auf das, was Planer in Zukunft zu bewältigen haben werden.

Rendern

Hauptbeitrag 6. Oktober 2010
Von: Ursula Baus
Was uns immer "echter" als Architektur auf die Bildschirme gezaubert wird, soll uns allerlei glauben machen. Bisweilen erkennt man nicht mehr, was ein Rendering (Darstellung von nicht Gebautem) und was ein Foto (als zweidimensionale Wiedergabe einer räumlichen Wirklichkeit) ist. Geschuldet ist diese Verwirrung unter anderem der Digitalisierung von allem und jedem. Welche Konsequenzen sich daraus für Architekturvermittlung zum Beispiel bei Wettbewerben und für unser Verständnis von Raumbegriffen ergeben, überlegt Ursula Baus.

Vom Tanzlokal zum Großraumbüro

Hauptbeitrag29. September 2010
Von: Wolfgang Kil
In einigen Tagen feiert die Republik 20 Jahre Wiedervereinigung – und im folgenden geht es um ein hoffnungsfroh stimmendes Ereignis in Eisenhüttenstadt: Es hat seinen "Aktivist" wieder. Die Großgaststätte von 1953 hat für die Stahlarbeiterstadt an der Oder, die nach dem Krieg gegründet wurde, etwa dieselbe Bedeutung wie das Hofbräuhaus für München, der Saalbau für Essen oder der Gürzenich für Köln. Ein Bericht über eine bemerkenswerte Ausdauer und lokalpatriotisches Engagement und ein erfreulicher Beitrag in der Diskussion um die Nachkriegsarchitektur.

Experimentierfeld Peripherie

Hauptbeitrag22. September 2010
Von: Christian Holl
Städtebau erschöpft sich nicht in der Neugestaltung von Innenstadtarealen, in Waterfronts oder in Projekten einer wie auch immer verstandenen New Urbanity. Im Gegenteil: Die wichtigen und häufigsten Aufgaben stellen sich im Alltag in jenen Orten, die wenig oder gar nicht öffentlich wahrgenommen werden. Ökonomische Zwänge und schwierige Rahmenbedingungen erfordern dort mitunter ein hohes Engagement aller Beteiligten, aber auch Erfindungsreichtum und Sensibilität.

Das Kreuz mit der Schönheit

Hauptbeitrag 6. September 2010
Von: Christian Holl
Gegen Schönheit kann doch eigentlich niemand etwas haben. Auch gegen die schöne Stadt kann eigentlich keiner etwas haben. Sie wird in letzter Zeit wiederholt eingefordert. Doch schaut man sich an, was da tatsächlich gefordert wird, dann ist es nicht mehr so einfach, damit einverstanden zu sein.

Flugschule

Hauptbeitrag 6. September 2010
n diesem Jahr erschien die vierbändige Gebäudelehre "Raumpilot" – sie versteht sich als eine Gebäudelehre, die darauf reagiert, dass "die klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt" greifen, wie die das Projekt finanzierende Wüstenrot Stiftung im Vorwort bemerkt. Was kann man vom Raumpiloten erwarten?