Hauptbeitrag

Die Tiefen des Raums

Hauptbeitrag27. Oktober 2010
Von: Christian Holl
Die Diskussion um einen Spatial Turn währt nun schon eine Weile. Sie könnte auch von Städtebauern und Architekten fruchtbar genutzt werden, vorausgesetzt, dass sie mit den verschiedenen Raumbegriffen umgehen können. Die Redaktion von german-architects.com stellt sie vor und zur Diskussion. Den Auftakt macht Christian Holl

Karton als Baustoff der Zukunft

Hauptbeitrag20. Oktober 2010
Von: Felix Ackerknecht
Karton ist aus dem Alltag der Aufbewahrung nicht mehr wegzudenken: Polstergruppe, iPhone und Milch kommen in Karton eingehaust zu uns. Was für unsere Konsumgüter gut ist, das kann für uns selbst nur recht sein – und tatsächlich ist Karton in der Architektur präsent. Der Baustoff Karton ist der jungen Architektin Özlem Ayan sowohl bei bisherigen Bauten wie auch als neue Bauweise im Wohnungsbau bestens vertraut, sie erforscht ihn mit einer Doktorarbeit an der ETH Zürich.

Was plant die Planung?

Hauptbeitrag13. Oktober 2010
Von: Christian Holl
2010 ist bislang aus der Sicht des Städtebaus, der Stadt- und Raumplanung ein ereignisreiches Jahr, eines der intensiven Debatten gewesen. Eines der aufschlussreichen Erkenntnisse, aber auch eines der nicht immer erfreulichen Entwicklungen. Eine vorläufige Bilanz der Ereignisse, der Ergebnisse und der Diskussionen des Jahres ist auch ein Ausblick auf das, was Planer in Zukunft zu bewältigen haben werden.

Rendern

Hauptbeitrag 6. Oktober 2010
Von: Ursula Baus
Was uns immer "echter" als Architektur auf die Bildschirme gezaubert wird, soll uns allerlei glauben machen. Bisweilen erkennt man nicht mehr, was ein Rendering (Darstellung von nicht Gebautem) und was ein Foto (als zweidimensionale Wiedergabe einer räumlichen Wirklichkeit) ist. Geschuldet ist diese Verwirrung unter anderem der Digitalisierung von allem und jedem. Welche Konsequenzen sich daraus für Architekturvermittlung zum Beispiel bei Wettbewerben und für unser Verständnis von Raumbegriffen ergeben, überlegt Ursula Baus.

Vom Tanzlokal zum Großraumbüro

Hauptbeitrag29. September 2010
Von: Wolfgang Kil
In einigen Tagen feiert die Republik 20 Jahre Wiedervereinigung – und im folgenden geht es um ein hoffnungsfroh stimmendes Ereignis in Eisenhüttenstadt: Es hat seinen "Aktivist" wieder. Die Großgaststätte von 1953 hat für die Stahlarbeiterstadt an der Oder, die nach dem Krieg gegründet wurde, etwa dieselbe Bedeutung wie das Hofbräuhaus für München, der Saalbau für Essen oder der Gürzenich für Köln. Ein Bericht über eine bemerkenswerte Ausdauer und lokalpatriotisches Engagement und ein erfreulicher Beitrag in der Diskussion um die Nachkriegsarchitektur.

Experimentierfeld Peripherie

Hauptbeitrag22. September 2010
Von: Christian Holl
Städtebau erschöpft sich nicht in der Neugestaltung von Innenstadtarealen, in Waterfronts oder in Projekten einer wie auch immer verstandenen New Urbanity. Im Gegenteil: Die wichtigen und häufigsten Aufgaben stellen sich im Alltag in jenen Orten, die wenig oder gar nicht öffentlich wahrgenommen werden. Ökonomische Zwänge und schwierige Rahmenbedingungen erfordern dort mitunter ein hohes Engagement aller Beteiligten, aber auch Erfindungsreichtum und Sensibilität.

Das Kreuz mit der Schönheit

Hauptbeitrag 6. September 2010
Von: Christian Holl
Gegen Schönheit kann doch eigentlich niemand etwas haben. Auch gegen die schöne Stadt kann eigentlich keiner etwas haben. Sie wird in letzter Zeit wiederholt eingefordert. Doch schaut man sich an, was da tatsächlich gefordert wird, dann ist es nicht mehr so einfach, damit einverstanden zu sein.

Flugschule

Hauptbeitrag 6. September 2010
n diesem Jahr erschien die vierbändige Gebäudelehre "Raumpilot" – sie versteht sich als eine Gebäudelehre, die darauf reagiert, dass "die klassische Gebäudelehre und damit auch die herkömmliche Vermittlung von Raum- und Organisationskonzepten nur noch begrenzt" greifen, wie die das Projekt finanzierende Wüstenrot Stiftung im Vorwort bemerkt. Was kann man vom Raumpiloten erwarten?

Und wie schön ist noch die Welt

Hauptbeitrag30. August 2010
Von: Ursula Baus
In den letzten Architekturbiennalen dominierten digitale Rendering-Orgien, Bildschirme flackerten allüberall, Algorithmen als Retter der Architektur waren gefragt. 2010 darf als Wendepunkt gelten, an dem das Pendel des Interesses an Architektur und Stadt mal wieder seine Richtung wechselt. "Paradigmenwechsel!" rufen dann medienversierte Begriffsbesetzer. Aber so einfach lässt sich nicht interpretieren, was die Kuratorin Kazuyo Sejima und alle Beteiligten in diesem Jahr unter dem Titel "People meet in architecture" zeigen.

Der Kessel kocht

Hauptbeitrag23. August 2010
Von: Ursula Baus, Christian Holl, Simone Hübner
In wenigen deutschen Städten war die Aufregung im Sommer so groß wie in Stuttgart. Regelmäßig gehen und gingen bis zu 20.000 Menschen zum Hauptbahnhof und auf die Straße, um gegen Stuttgart 21 zu protestieren – das hat viele überrascht. Die großen Tageszeitungen schickten eilig ihre Reporter in die Stadt, die ZDF-Sendung "frontal" erkannte die Brisanz des Themas, während sich Politiker und andere Verantwortliche im Urlaub befinden oder auf andere Weise rar machen. Am Projekt wird freilich noch festgehalten. Die Redaktion von german-architects.com beobachtet die Vorgänge seit Jahren aus der Nähe. Und kommt zum Schluss, dass die Proteste so überraschend dann doch nicht sind. Und dass der Widerstand gut begründet ist – Einschätzungen zur aktuellen Lage von Ursula Baus, Simone Hübener und Christian Holl.