oben Erweiterung Gymnasium Tutzing, 2006-2009 | Erweiterung Schnitzschule Oberammergau, 2009 mittig Bajuwarenstrasse WA 8.4, 11 geförderte Wohneinheiten, München, 2005 -2008 unten Umbau eines Reihenhauses aus den 50ern, München, 2007 | Wohnhaus, München, 2005 (Bilder: Architekten)
Architektur. „Es gibt nur gute oder schlechte Musik“ lautet ein berühmtes Zitat von Leonard Bernstein. Der Kern dieser Aussage trifft auch bei der Architektur ins Schwarze. Dies heißt nicht, die Welt ( Architektur ) in Gut und Böse zu unterteilen, Schwarz-Weiß Malerei ist hier fehl am Platz. Architektur ist gut, wenn sie ein in sich stimmendes Gesamtwerk ergibt und sich nicht an Äusserlichkeiten festmacht. Eine Diskussion um Richtig oder Falsch von Transparenz und Schwere, Glas und Stein, Rot oder Blau führt ins Leere. Fragen des Materials und der prinzipiellen Haltung müssen anhand der spezifischen Situation diskutiert werden. Es gibt nur gute oder schlechte Architektur, und die ist unabhängig von Stilmitteln, Oberflächen und Materialien.
Raum.
Ernst Plischke ergänzte die drei Prinzipien Vitruvs, Nützlichkeit, Schönheit und Standfestigkeit um den Begriff der „Bauplastik“. Gerade in aktueller Zeit, die sich bevorzugt an Oberflächen und schnellem Schein vergnügt, muß das räumliche Denken, das Dreidimensionale wieder eine verstärkte Beachtung finden. Der Raumplan von Adolf Loos hat auch für das heutige Sehen nichts an Aktualität eingebüßt. Die häufig praktizierte Trennung von Innenraumgestaltung vom Gebäudeentwurf kann zu keinem stimmenden Ergebnis führen. Um die Ecke denken, von Innen nach Aussen und umgekehrt, fließende und abgeschlossene Räume, dies darf sich nicht „irgendwie“ ergeben, sondern muß klar durchdacht und ausformuliert werden.
Ort.
Ausgangspunkt jeder Architektur ist die spezielle Situation, die jedesmal neue Randbedingungen stellt. Die intensive Auseinandersetzung mit den Anforderungen steht immer am Anfang. Dabei können Zwänge und zunächst unüberwindbare Barrieren auch äusserst befruchtend sein, sie erfordern allerdings die Flucht nach vorn: Die Not zur Tugend machen um eine schwierige Situation zu meistern, ihr einen Maßanzug anzulegen. Die richtige Antwort in einer von vielen Faktoren beeinflußten Bauaufgabe zu finden setzt die fundierte Kenntnis architektonischer Mittel und vor allem deren Wirkungsweise voraus. Ob ein Gebäude im bewussten Kontrast zur Umgebung steht, sich einfügt oder der Situation unterordnet ist dabei eine wesentliche Frage für das Gelingen von Architektur.
Vergangenheit und Zukunft.
Man muß das Rad nicht neu erfinden. Der Schlüssel zum Neuen liegt im Erkennen des Vorhandenem um darauf aufzubauen. In Analogie zur naturwissenschaftlicher Forschung erleichtert die Kenntnis von schon Dagewesenem und das Aufbauen auf dieser Basis die Suche nach innovativen neuen Lösungen. Die Auseinandersetzung mit historischer Architektur führt oft zur überraschenden Erkenntnis, daß vieles bereits „vorgedacht“ wurde und bietet uns ein unendlich grosses Potential, das es auszuschöpfen gilt.
Raum.
Ernst Plischke ergänzte die drei Prinzipien Vitruvs, Nützlichkeit, Schönheit und Standfestigkeit um den Begriff der „Bauplastik“. Gerade in aktueller Zeit, die sich bevorzugt an Oberflächen und schnellem Schein vergnügt, muß das räumliche Denken, das Dreidimensionale wieder eine verstärkte Beachtung finden. Der Raumplan von Adolf Loos hat auch für das heutige Sehen nichts an Aktualität eingebüßt. Die häufig praktizierte Trennung von Innenraumgestaltung vom Gebäudeentwurf kann zu keinem stimmenden Ergebnis führen. Um die Ecke denken, von Innen nach Aussen und umgekehrt, fließende und abgeschlossene Räume, dies darf sich nicht „irgendwie“ ergeben, sondern muß klar durchdacht und ausformuliert werden.
Ort.
Ausgangspunkt jeder Architektur ist die spezielle Situation, die jedesmal neue Randbedingungen stellt. Die intensive Auseinandersetzung mit den Anforderungen steht immer am Anfang. Dabei können Zwänge und zunächst unüberwindbare Barrieren auch äusserst befruchtend sein, sie erfordern allerdings die Flucht nach vorn: Die Not zur Tugend machen um eine schwierige Situation zu meistern, ihr einen Maßanzug anzulegen. Die richtige Antwort in einer von vielen Faktoren beeinflußten Bauaufgabe zu finden setzt die fundierte Kenntnis architektonischer Mittel und vor allem deren Wirkungsweise voraus. Ob ein Gebäude im bewussten Kontrast zur Umgebung steht, sich einfügt oder der Situation unterordnet ist dabei eine wesentliche Frage für das Gelingen von Architektur.
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Man muß das Rad nicht neu erfinden. Der Schlüssel zum Neuen liegt im Erkennen des Vorhandenem um darauf aufzubauen. In Analogie zur naturwissenschaftlicher Forschung erleichtert die Kenntnis von schon Dagewesenem und das Aufbauen auf dieser Basis die Suche nach innovativen neuen Lösungen. Die Auseinandersetzung mit historischer Architektur führt oft zur überraschenden Erkenntnis, daß vieles bereits „vorgedacht“ wurde und bietet uns ein unendlich grosses Potential, das es auszuschöpfen gilt.
abp architekten
burian+pfeiffer
Spicherenstraße 6
81667 München
Telefon +49 89 44 76 01 36
Fax +49 89 44 76 01 37
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Mitarbeiter
1999 Gründung
3-4 Spezialgebiete
WohnungsbauStädtebau
Holzbau
Energiesparendes Bauem
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Öffentliche Bauten

