Wiederaufbau

Fundstück, 25. Januar 2017
Von: Katinka Corts

Ruine in der syrischen Stadt Homs (Bild: via youtube)

Jetzt diskutieren und Lösungen finden, damit nach dem Krieg gehandelt werden kann: Die Bauhaus-Universität Weimar lädt für kommendes Wochenende deutsche, irakische, jordanische, libanesische und syrische Expertinnen und Experten aus Stadtplanung, Architektur und Geschichtswissenschaft zum Gespräch über den Wiederaufbau von kriegszerstörten Städten ein.

Beiträge zum Wiederaufbau von München, Leipzig und Nürnberg nach dem Zweiten Weltkrieg werden mit Erfahrungen verglichen, die sich mit dem Wiederaufbau von Beirut nach dem Bürgerkrieg in den letzten zwei Jahrzehnten beschäftigen. «Die Tagung möchte die historischen Erfahrungen aus Deutschland und dem Libanon für die zukünftige Rolle des Wiederaufbaus in Syrien nutzbar machen. Wir haben 20 geflohene syrische Architekten und Stadtplaner eingeladen, um ein Netzwerk für Projekte für den Wiederaufbau zu initiieren», so Prof. Frank Eckardt, Professor für Sozialwissenschaftliche Stadtforschung an der Bauhaus-Universität Weimar. Die Städte bräuchten nicht nur Infrastruktur, sondern auch nachhaltige Beiträge zum Frieden durch die Adressierung gesellschaftlicher Probleme.

Zu den Vortragenden zählen beispielsweise Saba Inn, die über das Nahr el Bared-Flüchtlingslager berichtet, oder Raed Al Ta von der German Jordan University, der sich mit Konsequenzen des Krieges für die jordanische Hauptstadt Amman auseinandersetzt. Die Tagung kann ohne Voranmeldung besucht werden, das Programm ist hier zu finden.


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