Stuttgart 2027

Fundstück, 8. Februar 2017
Von: Manuel Pestalozzi

Für das exemplarische Bauen der Zukunft setzte die Weißenhofsiedlung 1927 die Messlatte hoch (Bild: barbaralamprecht.files.wordpress.com)

100 Jahre nach der Errichtung der Weißenhofsiedlung soll in Stuttgart eine Internationale Bauausstellung (IBA) stattfinden. Anfang Februar gab es ein erstes Brainstorming.

Das weltberühmte Weißenhofquartier setzt Stuttgart in die Pflicht hinsichtlich visionärer Bau- und Architekturkonzepte. Die IBA wurde von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WSR) angestoßen und will sich den möglichen künftigen Wohnformen, dem gesellschaftlichen Leben und der Nutzung neuer Technologien in der Region widmen. Schon die Weißenhofsiedlung zeigte: Mit Internationalität geht das besser. Deshalb ist der offizielle Titel der Ausstellung «IBA 2027 StadtRegion Stuttgart» begrifflich ein milder Widerspruch – was eigentlich ausgezeichnet zur Gegenwart und den IBA-Zielsetzungen passt.

Am 2. Februar fand ein erster Fachkongress zur IBA statt. Es gab viele Vorschläge, aber noch keine Entscheidung, berichtet die Stuttgarter-Zeitung. Und bereits war Internationalität angesagt. Fachleute aus den Sparten Architektur und Stadtplanung beschäftigten sich in gut besuchten Workshops im Haus der Architekten mit Fragestellungen für die Stadt von morgen – und erhielten anhand von Beispielen von Architekten aus London, Zürich, Berlin und Wien interessante Ideen präsentiert. Bewusst sind sich die Verantwortlichen, dass es beim Entwicklungsprozess mitunter Streit brauche – empfohlen wurde den Beteiligten nicht nur ein loyales IBA-Team, sondern auch «Trüffelschweine für gute Ideen».


IBAIBA-Stuttgart-2027